Untreue, und in diesem Zusammenhang speziell sexuelle Untreue, hat einen einheitlich beschädigten Ruf überall in der Welt. Während die Bestrafung für Untreue von Land zu Land unterschiedlich sein mag, und sich über die Jahre gesehen verändert hat, wurde sie immer als schlecht angesehen, ebenso wie Treuebruch in anderen Bereichen des sozialen Zusammenspiels.
Andererseits ist es nichts Neues, dass Kulturen auf Irrglauben beruhen.
Dass falscher Glaube über alle Kulturen hinweg geteilt wird, macht ihn
nicht wahrer.
Ein typisches Beispiel ist der Glaube an Geister und Götter, der von praktisch allen menschlichen Kulturen geteilt wurde, ohne je eine
Grundlage in der Realität gehabt zu haben.
Während jeder, zumindest in der Öffentlichkeit, die Ansicht vertritt,
dass Untreue schlecht und traurige Realität ist, halte ich Untreue für
eine Notwendigkeit, und dass es, weil es etwas Notwendiges ist, positiv zu sehen ist. Oder kurz gesagt: es ist gut, nicht schlecht.
Dies ist ein Artikel, kein Buch. Ich kann Psychologie als solches nicht
erörtern, dies würde den Rahmen eines Artikels sprengen. Was ich
möchte, ist, hier einige Aspekte der Sexualpsychologie zu besprechen, welche den wichtigsten Teil der Psychologie darstellt.
Ich finde es erstaunlich, dass obwohl Sexualität die zentralste Sache
im menschlichen Leben ist, die Hochkultur ihr so wenig Beachtung schenkt.
Regierungen tun normalerweise nichts, um die sexuelle Erfüllung der Bürger zu fördern, über die sie herrschen. Wenn überhaupt, dann streben Regierungen danach, des Bürgers sexuelle Freiheit einzuschränken, sobald sie zu sehr zu erblühen scheint.
Das alles ist sehr traurig. Sexuelle Erfüllung ist viel wichtiger als wirtschaftliche Entwicklung, oder gute Straßen, oder Krankenversicherungen.
Sexuelle Erfüllung ist der einzige und alleinige Grund, warum es wert ist zu Leben. Nur in sexueller Erfüllung können wir die Sinnlosigkeit unserer menschlichen Existenz vergessen.
Das Leben als solches ist ein so schrecklich sinnloser Vorgang. In gewisser Hinsicht sind wir doch wie Mäuse in einem Laufrad.
Laborassistenten kümmert es kaum, ob Mäuse im Laufrad leben oder sterben. Eigentlich wissen sie, dass es für diese Mäuse das Beste wäre, tot statt am Leben zu sein. Nichts Lebenswertes, was sie als Laufradmäuse erwarten könnten.
Ich habe die gleiche Meinung über die meisten meiner Mitmenschen, und eigentlich auch über mich selbst. Ich bin meinen Eltern nicht dankbar, dass sie mich in diese Welt gesetzt haben. Es war kein Gefallen meinetwegen, sondern allenfalls ein Unfall, oder eher ein Vorgang, den sie als Voraussetzung für ihr eigenes Glück ansahen.
Ich vertrete die Meinung, es wäre besser, nicht am Leben zu sein. Es ist mir völlig egal, wenn ich morgen tot wäre (aber ich wünsche mir einen sanften Tod, bitte; das beste wäre, im Schlaf zu sterben). Die Toten haben's gut. Sie kennen keinen Schmerz.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe nichts dagegen, tot zu sein. Aber ich würde nicht bewußt in eine Situation gehen wollen, die mich umbringt. Das ist das Paradoxon des menschlichen Verstandes. Wir können bewusst folgern, dass es nicht wert ist zu leben, dass wir nichts waren vor unserer Geburt, und dass wir nichts sein werden nach unserem Tod; wir können wissentlich zum Schluss kommen, dass die Möglichkeit zu Leiden so viel größer ist als das menschliche Potential zur Freude, so dass es tatsächlich besser wäre, nicht zu leben.
Und doch sind die meisten von uns, mich eingeschlossen, nicht in der Lage, unser Leben durch Einnahme der richtigen Dosis Schlafmittel, einem Sprung von einem hohen Gebäude, oder mit einer Kugel ins Gehirn einfach zu beenden.
Was die Grenzen unserer Vernunft aufzeigt. Dass wir erkennen, dass wir Selbstmord begehen sollten, bedeutet nicht, dass wir in der Lage sind, es einfach zu tun. Wir sind nicht dazu gemacht, Selbstmord zu begehen. Es wurde durch den genetischen Aufbau ausgeschlossen.
Fakt ist, die Natur hat uns nicht mit Gehirn, Intellekt und Vernunft ausgestattet, um uns Selbsterkenntnis zu ermöglichen. Im Darwinschen Kontext ist klar, dass unser Hirn, Verstand und Vernunft sich entwickelt hat, um besser gerüstet zu sein im Kampf ums Überleben. Das ist der einfache Grund, dass - obwohl wir erkennen, es wäre besser tot stattlebendig zu sein - es so schwierig für uns ist, einfach tschüss zu sagen und in unsere Gräber zu steigen. Es sei denn, wir leiden an einer Geisteskrankheit, oder befinden uns in einer gänzlich hoffnungslosen Situation.
Und was jetzt? Lasst uns ins Bett gehen und etwas Sex haben.
Weil wir nichts waren vor unserer Geburt, und nichts sind nach unserem Tod, ist so wenig individueller Sinn in all unserem Streben. Religionen sind eine Zeitverschwendung, genauso wie Karrieren. Kultur und
Unterhaltung sind langweilig und wertlos.
Wenn überhaupt, dann sind es nur die kurzen Momente des Orgasmus, und
die Zeit, die wir verschlungen in sexuellem Verlangen zubringen, die dieses Leben erträglich machen, oder lohnenswert sind, gelebt zu werden.
Ich vermisse nationale Strategien völlig, in meinem Heimatland Deutschland und jedem anderen Land der Welt, welche sich mit den oben erwähnten Angelegenheiten befassen.
Wissenschaft hat auch die falschen Prioritäten. Was zum Teufel interessiert mich Weltraumforschung? Die sollten sich ein paar bessere Erklärungen und praktikable Lösungen auf dem Gebiet der menschlichen Sexualität ausdenken, dem einen Thema, das unangefochten an erster Stelle steht.
Während die Menschheit von einem ständigen Überangebot an Nahrungsmitteln überflutet wird, werden die meisten von uns sexuell auf Diät gehalten, die von der Polizei, Priestern und Politikern bewacht wird. Verdammt nochmal.
Sexuelle Befriedigung müsste nicht wirklich Mangelware sein. Auch die Theorien, nach denen eine generelle Sexualisierung der Gesellschaft zu
allgemeiner Langeweile alles Geschlechtliche betreffend führen wird, sind falsch.
Nicht eine generelle Sexualisierung ist es, was möglicherweise zu
Langeweile führt, sondern die geschlechtlichen Strukturen, die durch alle sexuellen Revolutionen hindurch erhalten bleiben.
Die Idee zum Beispiel, dass sexuelle Vereinigung basierend auf Treue das erstrebenswerte Modell ist.
Es gibt viele andere Aspekte, die von Bedeutung sind. Aber wie gesagt, dies ist ein Artikel, kein Buch. Daher will ich mich auf diesen einen Aspekt konzentrieren: Treue.
Langeweile ist ein übliches Merkmal sexueller Beziehungen, das sich im Laufe der Zeit entwickelt. Viele Paare akzeptieren dies als eine natürliche Entwicklung. Sie bleiben in diesen auf Langeweile basierenden Beziehungen wegen eines früheren Gelöbnisses oder einer Verpflichtung, einem Gefühl der Verantwortung, der wirtschaftlichen Bequemlichkeit, die so eine bestehende Beziehung bietet, oder einfach aus Mangel an besseren Gelegenheiten.
Mit der Zeit führt der durch Langeweile unterdrückte sexuelle Impuls zu einer dauerhaften seelischen Deformation, Erektionsstörungen, Orgasmusunfähigkeit, Depression, Fettleibigkeit, Herzkrankheiten und vorzeitigem Tod.
Kein Wunder.
Aber es müsste nicht so sein.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin nicht gegen lang haltende sexuelle Beziehungen. Ich selbst hatte immer den besten Sex in Beziehungen, die eine gewisse Zeit bestanden... vorausgesetzt, sie war nicht die einzige.
Ich bin ein Mann. Es ist leicht für mich, untreu zu sein, eine Gelegenheit zu nutzen, heimlich Sex zu haben mit einem Mädchen, außer meiner hauptsächlichen Partnerin.
Ich brauche das auch. Aber das ist es nicht, was ich meine.
Nebenher etwas Sex zu haben ist für mich eine geringfügige Angelegenheit. Ich geniesse es, aber es fehlt diese alles verschlingende Eigenschaft. Wenn ich fertig bin, bin ich für eine Weile entspannt, aber das Ganze ist nur von kurzer Bedeutung.
Mein eigenes fremdgehen ist es nicht, was ich meine. Was viel wichtiger ist, ist die richtige Menge an Untreue auf Seiten meiner Frau.
Seltsam? Lass es mich erklären.
Unsere gesamte sexuelle Funktion basiert auf dem Gleichgewicht zwischen zwei Polen, sowohl biologisch als auch psychologisch.
Biologisch sind die Pole das parasympathische und sympathische Nervensystem.
Damit eine Erektion stattfinden kann, muss das parasympathische Nervensystem das Sagen haben. Orgasmen sind aber ein hauptsächlich sympathischer Vorgang.
Psychologisch streben wir alle danach, Gewinner zu sein. Aber Begierden entfalten sich besser in der Gemütsverfassung, ein Verlierer zu sein, oder sich wie einer zu fühlen. Ironischerweise ist die gefühlsmäßige Anziehungskraft des Glücksspiels, Spaß zu haben am Verlieren, nicht am Gewinnen.
Diese Empfindung beim Spielen, diese Nervosität begleitet von Harndrang, fühlen wir nur, wenn wir verlieren, oder zumindest die unmittelbare Gefahr des Verlierens spüren. Natürlich nehmen wir es auch gern hin, wenn wir gewinnen. Schließlich ermöglicht es uns die Erfahrung des Verlierens, und die Bedrohung zu verlieren, auf eine andere andere Art.
Zocker wollen den Nervenkitzel; sie suchen nicht den finanziellen Gewinn. Sie zocken aus demselben Grund, aus dem andere an Motorradrennen auf öffentlichen Straßen teilnehmen, und wieder andere Bungeejumping machen.
Der Kitzel ist nur da, wenn wir einen Verlust riskieren. Wenn wir beim Spielen schummeln und des Gewinnens nahezu sicher sind, bleiben wir gelassen und gelangweilt. Sorry, kein Nervenkitzel.
Aus demselben Grund mangelt es bei meiner eigenen Untreue oft an Spannung.
Im Gegensatz dazu hat die Untreue meiner Frauen eine großes Potential, mich in Erregung zu versetzen. Es macht mich eifersüchtig, erzeugt ein Gefühl der Gefahr, löst Unterlegenheitsgefühle aus... hey, bin ich ein Verlierer?
Unsere Frauen sind falsch erzogen, und die Regierung, unsere Bildungsinstitutionen, die Hüter unserer, und ihrer, Kultur liegen falsch... und natürlich die Priester und all die anderen religiösen Ideologen, die blind sind für das Leben wie es ist, und Luftschlösser bauen (nicht die geringste Basis in der Realität).
Ich mag Frauen mit starkem sexuellem Verlangen, Frauen (zugegebenermaßen junge Frauen), die von sich aus eine Beziehung aufbauen würden. Ich habe wenig Sympathien für Mädchen oder junge Frauen, die glauben, es sei eine angemessene weibliche innere Einstellung, keine sexuelle Begierde zu haben oder sie zu zeigen.
Komisch, aber das bedeutet nicht, dass ich Frauen oder Mädchen bevorzuge, die übermäßig überzeugt von sich selbst sind. Es muss ein Element der Unsicherheit da sein, damit die Gefühle stark sind.
Jungfrauen, die ihre Jungfräulichkeit bewahren, bis sie offiziell verheiratet sind, sind Langweiler. Solche Frauen glauben üblicherweise, sie geben ihrem Mann etwas, wofür er für immer dankbar sein sollte: das Gefühl, nur für ihn da zu sein.
Sie mögen ihm dieses Gefühl geben, gewiss. Aber er wird nicht für immer dankbar sein. Tatsächlich wird eine Beziehung, die mit der Aufgabe der Jungfräulichkeit in der Hochzeitsnacht beginnt, wahrscheinlich zu Langeweile führen. Der Mann wird bald realisieren, dass er zuviel versprochen hat.
Für eine fesselnde sexuelle Beziehung sollten beide Partner bereits sexuelle Verhältnisse gehabt haben, und diese vorhergehenden Verhältnisse sollten ein Gesprächsthema sein.
Das ist der einfachste Weg, das Gefühl einer möglichen Niederlage, ein Gefühl der Gefahr zu erzeugen, und ein Maß an Provokation, was eine großartige Quelle sexueller Energie sein kann.
Weil das eingehüllt sein in sexuellem Vergnügen der einzige Ausweg ist aus der Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz, und weil sexuelles Vergnügen nur möglich ist mit einem gewissen Maß an sexueller Spannung, und weil frühere und gegenwärtige Untreue eines Langzeitpartners eine bedeutende Quelle sexueller Spannung ist, habe ich im Grunde genommen eine positive Einstellung gegenüber der Untreue einer Frau, mit der ich eine anhaltende sexuelle Beziehung habe.
Unglücklicherweise wurde ich nicht erzogen, diese innere Einstellung zu haben. Unsere westliche sexuelle Kultur - und, was das betrifft, die Kulturen aus aller Herren Länder - dressieren uns, die Untreue eines dauerhaften Sexualpartners als etwas zu sehen, unter dem wir zu leiden haben, statt einer möglichen Quelle sexueller Freude.
Das Problem ist eines der fehlenden sexuellen Bildung. Die Leute haben so wenig Ahnung über die Mechanismen, nach denen ihre Gefühle, einschließlich ihrer sexuellen, funktionieren.
Der menschliche Gefühlsapparat arbeitet in einer dialektischen Art, durch Auslösen von Kräften. Und nicht nur der Gefühlsapparat, ebenso der Physiologische.
Nehmen wir zum Beispiel das Endokrine System. Praktisch jede Drüsenabsonderung wird von einer Gegenkraft reguliert. Der sicherste Weg, die Bildung von Testosteron im Körper zu hemmen, ist, Testosteron von außen zuzuführen. Der Fachbegriff ist "negative Rückkopplung".
"Negative Rückkopplung" ist immer präsent in der Regulierung unserer täglichen Funktion. Nahrung stoppt das Verlangen nach Essen. Die sicherste Art, jemanden von seiner Schokoladensucht zu befreien, ist, ihn für eine längere Zeit nichts anderes als Schokolade essen zu lassen. Wenn Sie diese Person zwischendurch andere Nahrung essen lassen, wird die Sucht bestehen bleiben.
Das ist psychologisch anerkannt. Aber wie wäre es hiermit:
Der sicherste Weg, das Verlangen eines Mannes nach einer bestimmten Frau zu beseitigen, ist, ihm diese Frau für einen längeren Zeitraum zu lassen. Wobei hier die Parallelen zwischen Schokolade und Frauen enden.
Der beste Weg, die Begierde eines Mannes nach einer bestimmten Frau zu erhalten, besteht nicht darin, dass der Mann hin und wieder mit einer anderen Frau schläft, sondern darin, dass die Frau sich mit einem anderen Mann beschäftigt.
Das macht ihn wach.
Um aber den großen Vorrat an sexueller Energie, den man aus der Untreue seines Partners ableiten kann, anzapfen zu können, ist es notwendig, dass diese Untreue auf der Basis von Vertrauen stattfindet.
Um Vertrauen aufzubauen, sollte Untreue ausführlich diskutiert werden, bevor sie ausgeführt wird. Zuerst muss sich jeder mündlich zu sexuellen Fantasien bekennen, die über den bestehenden Partner hinausgehen. Diese Fantasien sollten ins Detail gehen. Und stellen Sie sicher, dass sie den zuhörenden Partner mindestens genauso tief greifend erschüttern und erregen wie denjenigen, dessen eigene Fantasien es sind.
In manchen Fällen, speziell bei jüngeren Menschen, mag schon die Diskussion über die gegenseitige geplante Untreue genug sein.
Um aber eine neue Dimension von alles verschlingendem sexuellem Verlangen wirklich zu erfahren, muss man es tun: seinem eigenen Partner im erregten Sexspiel mit einer anderen Person zuschauen, oder sogar mitmachen.
Das wäre ein besseres Heilmittel für sexuelle Langeweile (und all seine Äußerungen wie Erektionsstörungen, vaginale Trockenheit, Orgasmusunfähigkeit etc.) als jede Dosis Viagra.
Nur jetzt, förmlich eifersüchtig, werden Sie feststellen, dass Sie sie lieben. Sie werden sehr konzentriert auf sie sein. Sie werden ihre Gefühle stundenlang diskutieren können... ihre Gefühle für Sie, und für ihn (den anderen Mann).
Wenn sie ehrlich ist und sich zum Vergnügen bekennt, das sie mit dem anderen Mann hatte, und gleichzeitig versichert, dass sie keine Absicht hat, Sie zu verlassen, werden Sie sich wiederfinden zwischen Minderwertigkeitsgefühlen und Stolz ob Ihrer Männlichkeit. Sie werden sie mehr Begehren als Sie es je für möglich hielten, und Sie werden tatsächlich große Männlichkeit zeigen.
Sie mögen den Drang verspüren, davon zu laufen. Schließlich wurden Sie mit einem anderen Mann "betrogen". Viele Beziehungen enden tatsächlich mit so einer Bemerkung. Das ist traurig, und es passiert wegen fehlender psychologischer Bildung.
Gelegentliche offene Untreue ist eine so großartige, effektive Maßnahme gegen "negative Rückkopplung", dass ich sie für eine Notwendigkeit halte für eine Beziehung in echter Liebe, die für Jahre halten kann, nicht die Art geheuchelter Liebe, die wir in den meisten Ehen finden, die nichts als fade Routine sind.
Ich will mein Leben in einem fortwährenden Zustand des alles verschlingenden sexuellen Verlangens leben, mit täglichen Höhepunkten äußerster sexueller Befriedigung. Und ich möchte das Leben mit einem sanften Tod beenden. Alles andere im Leben ist von untergeordneter Bedeutung.
Ich lebe im Bewusstsein, dass, für mich persönlich, nichts war vor meiner Geburt, und nichts ist nach meinem Tod. Ich bemitleide diejenigen, die sich im Leben abplagen, entweder für persönliches Vorankommen, oder die Zukunft ihrer Kinder, oder die Unabhängigkeit ihrer Nationen. Es ist mir völlig schnuppe
Manchmal beneide ich diejenigen, die schon tot sind. Die können nicht mehr leiden. Fakt ist, dass unser Leidenspotential so viel größer ist als unser Potential für Freude.
Ich rede über echtes Leiden; die Sorte, die körperliche Schmerzen verursacht, oder die Art seelischer Schmerzen, die durch Einkerkerung verursacht werden. Ich schließe alle Formen von Liebesschmerz ausdrücklich nicht ein, die größtenteils von Einstellung und Erkenntnis abhängen, und eigentlich eine große Bereicherung sind, wenn sie richtig verstanden werden.
Ja, sterben kann eine der schrecklichsten Erfahrungen im Leben sein; es kann sehr schmerzhaft sein zu verbrennen, oder durch die Polizei langsam zu Tode gefoltert zu werden, oder während eines chirurgischen Eingriffs ohne korrekte Betäubung. Manche werden lebendig begraben, und wachen in einem Sarg auf, der bereits unter der Erde ist.
In der Tat haben wir allen Grund, Angst vorm Sterben zu haben. Wir haben keinen Grund, Angst vor dem tot sein zu haben. Tot sein ist nichts.
Es ist die Einsicht, dass da nichts ist für mich, nachdem ich mein Leben beendet habe, und dass da nichts ist für meine Kinder und Enkel, nachdem sie ihr jeweiliges Leben beendet haben, was mich auf den wichtigsten Aspekt des Lebens fokussiert hat, nämlich sexuelle Begierde und Befriedigung.
Und als logische Konsequenz tue ich alles was ich kann, um einen Zustand erhöhten sexuellen Begehrens zu erreichen, einschließlich jener Höhepunkte sexueller Befriedigung, während ich gleichzeitig das reale Risiko eines Konfliktes mit der Polizei vermeide, die die Gesetze der Regierung durchsetzt, welche auf anti-sexueller Moral basieren.
Ich bin weit über 50. Es gibt ein paar biologische Einschränkungen, was das Erleben des Zustandes von alles verschlingendem sexuellem Verlangen wie auch der täglichen Höhepunkte echter sexueller Befriedigung angeht. Diese Einschränkungen sind das Ergebnis der Natur, die mich nicht erschaffen hat, um glücklich zu sein, sondern einfach um ein Sprungbrett in der Entwicklung der menschlichen Spezies zu sein, und dafür bin ich ziemlich nutzlos, nachdem ich in meinen besten Jahren zwischen 20 und 35 bereits einige Abkömmlinge gezeugt habe.
Ich rebelliere gegen die Natur, mit allen Mitteln, die ich zur Verfügung habe. Eine Waffe im Arsenal, mit der ich Erfahrung habe, ist sexuelle Fitness durch pharmakologische Mittel und traditionelle Zusätze wie Tongkat Ali (siehe www.tongkatali.org).
Es gibt viele andere Arzneimittel als ausgerechnet Viagra, durch die wir uns selbst beeinflussen können, um unserem Ziel näher zu kommen, welches alles verschlingendes sexuelles Verlangen und tägliche Höhepunkte echter sexueller Befriedigung ist. Ich habe viele Artikel geschrieben über die pharmakologische Modifikation unseres sexuellen Potentials; sie sind nun zusammengefasst unter www.asiatour.com im Bereich "sexual function".
Aber wir reagieren nicht nur auf chemische Impulse; wir sind dazu gemacht, stark auf sinnliche Reize zu reagieren. So ist es keine Überraschung, dass rein sinnliche, nicht-pharmakologische Faktoren tieferen Einfluss ausüben können.
Der sinnliche Reiz zum Beispiel, der aus dem Bewusstsein resultiert, dass der eigene Sexualpartner Geschlechtsverkehr mit jemand anderes genießt oder genossen hat.
Wir reagieren hochgradig darauf, wenn wir von so einem Vorfall hören, oder ihn sehen: die Nackenhaare stellen sich auf, erhöhter Herzschlag, emotionaler Stress, Aggressivität, und ein starkes Verlangen, die Person, die sexuell untreu wurde, sexuell in Besitz zu nehmen.
All das ohne eine Pille. Ein großer Vorrat an sexueller Energie, vorausgesetzt, wir können damit umgehen.
Es kann erlernt werden. Wenn da nur Leute oder Institutionen wären, die dies lehren würden.